Wie oft masturbieren ist “normal” und gesund?

too much masturbation

Fast jeder tut es. Und zwar regelmäßig. Die Rede ist von Selbstbefriedigung. Dabei ist das Thema schon lange nicht mehr so tabuisiert in unserer Gesellschaft wie noch vor ein paar Jahren. Dennoch ranken sich noch viele Mythen um die Masturbation. Beispielsweise herrscht immer noch der weit verbreitete Glaube, dass man “zu viel” masturbieren kann – und das ungesunde Auswirkungen haben kann. Ist dem tatsächlich so? Wir klären das ein für alle mal!

Wenn man das Masturbationsverhalten von Frauen und Männern vergleicht, fallen einem oftmals Unterschiede auf. So zeigt beispielsweise eine interessante Infografik der Marke Womanizer, dass 9% aller Frauen in Deutschland mehrmals die Woche Hand anlegen. Bei den Männern sind es 32%. Mehrmals im Monat tun es wiederum 18% aller Frauen und 24% aller Männer. Was aber besonders an der Infografik von Womanizer überrascht: rund 24% der befragten Frauen gaben an, nie zu masturbieren. 

>> Die gesamte Infografik und der weltweite Vergleich des Masturbationsverhalten von Frauen und Männern findet ihr hier.

Ob das tatsächlich stimmt, ist fraglich. Viel eher lässt sich darauf zurückführen, dass viele Frauen nur ungern Auskunft über ihr Masturbationsverhalten geben. Das zeigt eine Studie der Fachhochschule des Mittelstands (FHM): 26% aller schwiegen lieber. In ebendieser Studie gaben der Großteil der befragten Männer wiederum an, jeden zweiten Tag zu masturbieren. Neun Prozent tun es sogar öfter als einmal am Tag.

Wie oft masturbieren ist gesund? It’s up to you!

Was beide Studien und Infografiken deutlich machen: Das Masturbationsverhalten ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ganz grundsätzlich gibt es keine ärztlich empfohlene Norm zur Häufigkeit von Selbstbefriedigung, die man nicht überschreiten sollte. Zwar kursieren im Internet allerlei Horrorgeschichten herum. Doch generell kann man bei der Frage “Wie oft masturbieren ist normal und gesund?” sagen: Wenn Du Lust und Verlangen hast, dann höre einfach auf Deinen Körper. Gesundheitliche Nachteile entstehen für Dich nicht. Egal, ob Du einen Penis oder eine Vagina hast…

Zudem spielen auch Faktoren wie Stress, Zeit und die Lebensphase eine Rolle. Viele ExpertInnen sind sich sogar sicher, dass Solo-Sex sehr gesund ist: So hilft beim Stressabbau, bei Schlafstörungen und ja, kann sogar für einen besseren Teint sorgen.

Grundsätzlich gilt aber: Tritt eine Art Suchtverhalten auf, beginnst Du beispielsweise damit aufgrund von Selbstbefriedigung Dein soziales Leben und/oder Deinen beruflichen Alltag zu vernachlässigen, ist das durchaus kritisch. Dann kann Masturbation als “ungesund” betrachtet werden. Oftmals besteht dabei ein Zusammenhang zwischen einer Pornosucht. Sollte das bei Dir der Fall sein, raten wir Dir, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen. 

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Autor

Frieda arbeitete für mehr als 10 Jahre als Journalistin. Sie schrieb über Osterrezepte und Stilikonen, über den menschlichen Stoffwechsel und Michelin-besternte Restaurants. Kurzum: Sie schrieb über alles. Bis auf Sex. Und das aus gutem Grund. Lange hielt Frieda sich für durchschnittlich sexuell und überließ das Expert*innenwissen lieber anderen. Bis eine Trennung sie bewog, die Pille nach 14 Jahren abzusetzen. Da war Frieda 28. Und erst zu diesem Zeitpunkt entdeckte sie ihre wunderbare Sexualität neu. Und ihre wahre, echte, hungrige, einzigartige Libido. Seitdem praktiziert sie Sex nicht nur auf eine ganz neue Art und Weise. Sie schreibt und spricht auch darüber. Und war noch nie so erfüllt wie heute!