Wundert mich persönlich nicht. Denn Monogamie ist gar nicht so einfach. Wissenschaftlich gesehen! Nach ungefähr drei durchgevögelten Jahren erlahmt das sexuelle Interesse am anderen – bei beiden Geschlechtern. Der/die Partner*in löst nicht mehr den „Ich-muss-dich-jetzt-sofort-auf-dem-Küchentisch-nehmen“-Kick aus. Stattdessen gibt es Netflix und Kuscheln. Wem Polyamorie oder offene Beziehung zu weit entfernt von der persönlichen Comfort Zone liegt, den lockt die Ménage à Trois. Deswegen haben wir uns einmal die Mühe gemacht, und Euch einen kleinen Guide mit Tipps für Gruppensex zusammengestellt.
Tipps für Gruppensex: Eine App für den Dreier
Der Dreier verspricht die Geborgenheit der Liebe plus den Kick des Neuen. Sozusagen Lust, Erfüllung und Ekstase hoch zwei bzw. hoch drei. Zwei Münder zu küssen, vier Titten oder zwei Schwänze, aber auf jeden Fall: vier Hände, die einen streicheln. Doch wie findet man das fehlenden Glied zum Gruppensex? Schließlich kann man sich nicht so leicht mit einem Schild „Dreier gesucht?“ in eine Bar stellen. Auch für dieses Problemchen gibt’s natürlich inzwischen eine Weblösung und die heißt Feeld. Die App funktioniert wie Tinder (hieß früher sogar 3nder). Hier bekommt man Sex-Partner*innen vorgeschlagen, die in der Nähe wohnen. Nun kann munter gewischt werden, bis man den perfekten „Match“ für den Dreier, den Vierer, die Orgie oder den Gangbang hat. Bingo!
„Ein Dreier erfordert viel Leichtigkeit und Flexibilität.“
Bevor es zum ersten Treffen kommt, lohnt es sich ein paar Tipps zu befolgen. Schließlich sieht die Realität oft nicht wie im Porno aus. Man quetscht sich die Haut ab, stößt sich am Ellenbogen des anderen oder weiß nicht, was man gerade tun soll. Das erfordert viel Leichtigkeit und Flexibilität. Eigene Vorstellungen müssen mit einem Lachen über Bord geworfen werden und Misslichkeiten wie unabsichtliche Hiebe mit einem Grinsen pariert werden.
Von emotionalen Schieflagen ganz zu schweigen. Da gibt es den Mann, der sich immer schon einen Dreier gewünscht hat. Doch beim Anblick seiner Frau, die gerade von hinten genommen wird, einen Eifersuchtsfilm schiebt. Oder die Freundin, die sich wie das dritte Rad am Wagen fühlt oder wenn die Geliebte zum Threesome bittet – und der eigene Bruder erscheint (mit dem sie nichts ahnend auch eine Affäre hat).
Tipps für Gruppensex: Planung ist alles
Bevor man also seine Fantasie zum Leben erweckt, bedarf es zwei Dinge: Planung und Achtsamkeit. Stell dir die Frage: Was will ich wirklich? Mache ich das für mich oder ihm/ihr zulieben? Was erwarte ich von einem Dreier? Der eine will „Porno“, die andere vielleicht von zwei Männern eine „Vier Hand Massage“. Was ist okay für mich? Darf der andere deine Freundin penetrieren oder nur du?
Außerdem empfiehlt es sich, mal durchzudenken, wie der Abend laufen soll? Wann soll Schluss sein, damit alle morgens wieder fit sind? Darf der Dritte, da so genannte Einhorn, über Nacht bleiben? Wie läuft es mit der Hygiene? Wie achtet ihr auf Safer Sex? Und gibt es genug Toys für alle Öffnungen und Eventualitäten?
Dann ist die Wahl der richtigen Spielgefährt*innen entscheidend. Wenn es einen „Match“ gibt, dann vorab treffen und schauen, ob die Chemie stimmt und ob man die gleichen Vorstellungen und Vorlieben teilt. Fesselspiele? Tantrische Massagerituale? Oder etwas ganz anderes? Solltest du das Einhorn sein und zu einem Paar dazu stoßen, checke ab, ob sie wirklich dich wollen oder, ob sie an der Erfüllung deiner Lust gar nicht interessiert sind. Threesome-Profis warnen vor Sprüchen wie: „Das soll ein Geschenk für mein/e Freund*in sein“. Dann am besten Hände weg!