Sagen wir, wie es ist: Frauen müssen sich auch im Jahr 2022 noch mit ganz schön vielen Lücken („Gaps“) herumschlagen. Pay Gap, Orgasm Gap und jetzt auch noch Masturbation Gap wie eine eigens von Womanizer beauftragte Studie von 2020 herausfand. Demnach liegen Männer nicht nur in Sachen Gehalt und Orgasmen, sondern auch in der Häufigkeit beim Masturbieren weit vorne. Um das zu ändern, wurde am 9. September 2020 der Equal Masturbation Day ausgerufen!
Nackte Zahlen
In der Studie wurden in 12 Ländern 6000 Frauen und Männer befragt. Das ernüchternde Ergebnis: In Deutschland lag 2020 die Masturbation Gap bei 69 Prozent. Das bedeutet, dass Männer im Jahr durchschnittlich 143 Mal Solo Sex haben, Frauen nur magere 45 Mal. 2021 wurde es mit 62 Prozent zwar schon weniger, aber immer noch zuviel. Womanizer sagt: Das muss sich ändern! Um mehr Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen, wurde am 9.9. 2020 der deutsche Equal Masturbation Day ausgerufen. Bis zu diesem Tag haben deutsche Frauen nämlich – aufs Jahre gerechnet – noch nicht masturbiert! Ähnlich wie bei der Pay Gap Frauen jährlich um die 77 Tage im Jahr völlig umsonst arbeiten, da ihr Gehalt durchschnittlich niedriger ist als das der Männer.
Im internationalen Vergleich sieht es so aus, dass Deutschland mit einer Gap von 62 Prozent nur einen Prozentpunkt nur knapp vor der weltweiten Gap mit 68 Prozent liegt. Weltweit masturbieren Männer im Jahr 154 Mal, Frauen 49 Mal. 35 Prozent der Frauen aus den teilnehmenden Ländern geben an, nie Solo Sex zu haben, bei den Männern sind es 18 Prozent. Schmeißt man nun die Rechenmaschine an, dann ist international gesehen, der 5. September weltweiter Equal Masturbation Day.
Weniger Masturbieren = schwächere Libido? Stimmt nicht!
Ab dem Equal Masturbation Day am 9.9. masturbieren deutsche Männer und Frauen für das restliche Jahr in etwa gleich viel, sprich laut Umfrage um die drei Mal pro Woche. Doch warum masturbieren Männer gerechnet auf das ganze Jahr so viel mehr als Frauen? Diese Frage wird äußerst gerne mit veralteten, stereotypen Klischees beantwortet. „Männer haben nun mal den größeren Sex Drive, das liegt in ihrer Natur“… Nein, tut es nicht. Die aktuelle Studie belegt: Hinsichtlich der Einschätzung ihrer Libido auf einer Skala von 1 bis 10 ordnen Männer sich bei 6,8 ein, Frauen durchschnittlich bei 6,0. Masturbation ist ein wichtiger Teil der sexuellen Selbstbestimmung. Leider hält verinnerlichte Scham, soziales Stigma und fehlende Aufklärung viele Frauen davon ab, ihre eigene Sexualität zu erkunden.“