Der Unterschied zwischen Safe Sex und Safer Sex

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Es erstaunt mich immer wieder: Viele Menschen schützen sich nicht beim Sex – und das im Jahr 2020. Kein Wunder also, dass sich nach Angaben des Centers for Disease Control and Prevention 2017 ein Anstieg der sexuell übertragbaren Krankheiten (STI) verzeichnet hat. Und das zum vierten Jahr in Folge! Es ist zu befürchten, dass sich dieser beängstigende Trend fortsetzt. Der Grund: Immer mehr Menschen haben unverbindlichen Gelegenheitssex – Dating Apps sei Dank. Umso wichtiger ist es, dass man den Unterschied zwischen Safe Sex und Safer Sex wirklich versteht.

Der Anstieg von Geschlechtskrankheiten

Fangen wir mit einer beunruhigenden Statistik an: Seit 2013 ist die Zahl der Syphilis-Diagnosen um 76 Prozent gestiegen, bei Tripper sind es 67 Prozent! Jahr für Jahr vergrößert sich die Anzahl der sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Noch beunruhigender ist, dass die steigende Anzahl der Diagnosen vor allem die Jüngeren betrifft. In Zahlen: Im Jahr 2017 waren 45 Prozent der mit Chlamydien diagnostizierten Personen zwischen 15 und 24 Jahren alt. Das ist eine ernsthafte Epidemie. Ich werde demnächst auf jeden Fall einen Artikel darüber schreiben, was wir tun können, um den rasanten Anstieg von Geschlechtskrankheiten zu stoppen, denn aktuell entwickeln wir uns wirklich zurück. Und ich weiß, dass wir gemeinsam etwas erreichen können! Jetzt im Moment ist es mir aber vor allem wichtig, dass Du verstehst, was es mit sexuell übertragbaren Krankheiten auf sich hat und darüber aufgeklärt bist, was Safe Sex eigentlich ist.

Der Unterschied zwischen STI und STD

Kurz gesagt: Es gibt keinen. Sexuell übertragbare Krankheiten (STD) sind dasselbe wie eine sexuell übertragbare Infektion. Warum gibt es also unterschiedliche Namen dafür? Eigentlich aus zwei Gründen. Erstens ist das Wort Krankheit mit einem größeren Stigma behaftet als das Wort Infektion. Es ist generell wichtig, das soziale Stigma aufzulösen, damit sich mehr Menschen trauen, Hilfe zu suchen und sich behandeln zu lassen. Der zweite Grund ist, dass viele der verbreiteten Viren wenig bis gar keine Symptome haben, so dass die Infektion erst gar nicht als reelle Krankheit erkannt wird. Das hat die traurige Konsequenz, dass wird eine infizierte Person unter Umständen gar nicht erst behandelt wird und das kann später zu ernsthaften Komplikationen führen.

Die gute Nachricht ist, dass einige Geschlechtskrankheiten gut behandelbar sind. Nicht alle, aber einige. Der springende Punkt ist: Dein Leben ist nicht vorbei, nur weil Du an einer Geschlechtskrankheit leidest. Möglicherweise lässt sich die gut behandeln. Es ist allerdings wichtig, dass sie frühzeitig diagnostiziert und behandelt wird.

Was ist Safe Sex?

Viele Menschen dürften den Begriff „Safe Sex“ schon mal gehört haben. Er ist zu einem Synonym für die Verwendung von Kondomen geworden. Das stimmt so allerdings nicht ganz, denn in der Theorie sind Kondome zu 98 Prozent wirksam, um eine Schwangerschaft zu verhindern. In der Realität sind sie es aber nur zu 85 Prozent, wie Planned Parents festgestellt haben. Dasselbe gilt leider auch für Geschlechtskrankheiten, denn kein Kondom ist in der Praxis zu 100 Prozent zuverlässig!

In der Praxis bedeutet Safe Sex also eigentlich gar keinen Sex zu haben. Oder zu masturbieren. Masturbation ist generell eine großartige Alternative, wenn es darum geht, sexuelle Spannungen und Stress abzubauen. Und heutzutage gibt es da ja einige Sextoys, die den Solo Sex noch etwas prickelnder machen, hier findest Du Inspiration.

Was ist Safer Sex?

Ich empfehle dringend, dass sich jeder, der sexuell aktiv ist, regelmäßig testen lässt. Ja, auch wenn Du immer mit dem gleichen Partner Sex hast. Du würdest nicht glauben, wie viele Menschen Sex mit nur einer Person hatten und trotzdem eine Geschlechtskrankheit bekommen haben, nur weil ihr Partner eine hatte und es nicht wusste. Oder auch in dem extremen Fall wenn der Partner mehrere sexuelle Beziehungen am Laufen hat – ohne, dass Du irgendetwas davon weißt.

Meine zweiter Rat an Dich  ist, dass Du ausschließlich sichere Sexualpraktiken ausübst. Das bedeutet, dass Du immer dann, wenn ein Penis in irgendeine Körperöffnung eindringt – Mund, Vagina oder Anus – ein Kondom benutzt.

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