Jeder Intimbereich ist anders – und das ist gut so. Unter uns Frauen setzt sich allerdings ein gruseliger Trend durch: Vulva Shaming. Warum nur, fragt sich unsere Autorin…
Kürzlich brachte Sextoy-Newcomer Arcwave den ION auf den Markt – ein Toy, das Männer angeblich näher an die weibliche Orgasmus-Erfahrung bringen soll.
Eine kühne Behauptung, oder? Uns hat es dazu inspiriert, uns einmal gründlich damit auseinanderzusetzen, was Orgasmen eigentlich genau sind. Und mal einen genauen Blick auf die unterschiedlichen Orgasmus-Erfahrungen zu machen.
Lasst uns loslegen!
Was ist ein Orgasmus überhaupt?
Was ist ein Orgasmus?
Es gibt ihn nicht, den wissenschaftlichen Konsens darüber, was ein Orgasmus ist. Im Allgemeinen anerkannt ist die Definition, dass damit das Gefühl beschrieben wird, wenn jemand bei einer sexuellen Aktivität zum Höhepunkt kommt. Es gibt unterschiedliche Arten: über den G-Punkt, die Klitoris, den Penis oder die Prostata – nur um einige zu nennen. Gewöhnlich wird der Orgasmus-Typ dadurch definiert, wo genau er ausgelöst wurde. Ein G-Punkt-Orgasmus wird also durch die Stimulation eben diesen hervorgebracht.
Unterscheiden sich männliche von weiblichen Orgasmen?
Es gibt nicht gerade viel Forschung zum Thema Orgasmus. Das bisschen, was es dazu gibt, lässt vermuten, dass weibliche Orgasmen scheinbar länger und intensiver sind als die vom Mann. Aber es wird in der Forschung kein klarer Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Höhepunkten genannt.
Bittet man dagegen Frauen und Männer, ihre persönlichen Orgasmus-Erfahrungen zu beschreiben, werden klare Unterschiede deutlich:
Viele Frauen beschreiben einen Orgasmus als wellenartiges Gefühl, das sich langsam im ganzen Körper ausbreitet. Wie einen starken Aufbau bis hin zum Höhepunkt. Auf die Frage nach der Dauer lautet die Antwort nicht selten 30 Sekunden oder länger.
Männer beschreiben ihre Orgasmus-Erfahrung dagegen nicht als ein Ganzkörpergefühl. Klar, jeder Orgasmus ist absolut einzigartig und daher handelt es sich hier eher um Verallgemeinerungen, aber wenn man das männliche Feedback beachtet, erleben Männer in der Regel kürzere und weniger intensive Orgasmen.
Kann ein Sextoy männliche Orgasmen wirklich verändern?
Die Frage ist doch: Warum sind männliche und weibliche Orgasmen so unterschiedlich? Bei der Entwicklung des ION ging Arcwave genau dieser Frage nach.
Das Team beschäftigte sich mit dem Fakt, dass Orgasmen bei Frauen länger und intensiver zu sein scheinen – und es galt herauszufinden, wie das genau funktioniert und wie Männer etwas Ähnliches erleben können. Heraus kam, dass die Stimulation der Pacini-Lustrezeptoren im Penis die Empfindung bei männlichen Orgasmen steigern kann.
Auf der Grundlage vorhandener Forschungsergebnisse wusste Arcwave, dass die Pacini-Lustempfindungsrezeptoren im Penis denen in der Klitoris sehr ähnlich sind. Um genau zu sein, befinden sich diese Rezeptoren im Frenulum – dem Hautstück, das die Vorhaut mit der Peniskopfhaut verbindet. Aber warum werden diese Zellen bei regelmäßiger Masturbation nicht stimuliert?