Sex und Intimität sind ein lebenslanger Prozess
Spricht man mit älteren Menschen über Sex und ihre Lust daran, dann variieren die Antworten ebenso wie in jeder anderen Altersgruppe auch. Denn das gute alte Klischee, das ältere Menschen keinen Sex haben, ist leider nach wie vor weit verbreitet.
Durch Umfragen und Studien ist eines klar geworden: Nicht nur das Alter, sondern auch andere Faktoren können beeinflussen, wie sich die intimen Bedürfnisse im Laufe der Zeit verändern. Von der geistigen Gesundheit über die körperliche Leistungsfähigkeit bis hin zur Frage, ob der Partner der richtige ist – die Bandbreite der möglichen Gründe ist groß.
Was bei den älteren Generationen vielleicht besonders auffällt, ist mehr Selbstbewusstsein. Anstatt nach schnellen Höhenflügen und einmaligen Affären zu suchen, liegt der Fokus mehr auf der Qualität der Erfahrung und den Gefühlen der Verbundenheit. Diese sind oft wichtiger als die Quantität.
Was sind die Hindernisse, mit denen ältere Menschen umgehen müssen?
Obwohl es natürlich Hindernisse gibt, intim zu werden, sei es die physische Gesundheit oder die Motivation oder das Fehlen eines Partners, waren diese nicht der absolute Cut-off für Sex und Intimität. Tatsächlich wäre es eher so, dass mehr ältere Menschen häufiger Sex haben würden, wenn man sich mehr auf Lösungen oder Alternativen konzentrieren würde – z. B. indem man den Zugang zum Sex erleichtert.
Das Wissen um diese Hintergründe hilft uns, zu verstehen, dass die Vorstellung, dass ältere Menschen einfach aufhören, Sex zu haben oder keine Lust mehr auf Intimität verspüren, Unsinn ist. Es gibt eine Million Faktoren, die Sex und Intimität beeinflussen, und sie können jeden in JEDEM Alter betreffen.
Verabschieden wir uns von der Idee, das Sex in Rente geht und versuchen stattdessen, die Intimität neu zu gestalten, damit sie immer unseren jeweiligen Bedürfnissen anpasst.