Mindful Masturbation: Was ist das und wie funktioniert es?

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Ich höre dich! Diese drei Worte können in einem Satz ganz schön verwirrend wirken. Also lasst es uns mal genauer ansehen. Mindful Masturbation ist eine Praktik, bei der es darum geht, im Hier und Jetzt zu sein und zwar in allen physischen, psychischen und auch erotischen Prozessen unseres Körpers. Es ist eine Praktik, durch die Du Dein volles sexuelles Potenzial spüren kannst – und vielleicht sogar einen Blended Orgasm erleben kannst. Das Beste ist: Jeder kann das!

Um Mindful Masturbation zu praktizieren, brauchst Du keine(n) Partner*in. Es bietet sich sogar an, es alleine zu tun. Nimm Dir Zeit, schaffe Dir einen Raum für Selbstliebe – frei von äußeren Eindrücken und Druck und sei bereit, diese Gefühle wahrzunehmen, die durch Deinen ganzen Körper strömen. Ohne irgendeinen Plan oder Stress. Hier kommen Antworten auf die Fragen, die mir zu diesem Thema am häufigsten gestellt werden.

Woher kommt die Praktik Mindful Masturbation?

Die Popularität achtsamer Masturbationspraktiken hat sich durch den deutlichen Anstieg der Beschäftigung mit Yoga, Tantra und Meditation gebildet. Die westliche Welt verfügt nun über wissenschaftliche Beweise für die Vorteile der östlichen Traditionen. Diese Beweise haben die Menschen dazu ermutigt, sich mit ihrem Körper in achtsame Praktiken zu engagieren, und sie spüren die Vorteile. Zum ersten Mal ist der Mensch in der Lage, auf neurologischer Ebene in den Körper und das Gehirn zu schauen. Wir können jetzt sehen, wie Praktiken wie Yoga, Meditation, achtsame Masturbation und auch achtsamer Sex unseren Körper und sogar die Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems beeinflussen.

Was genau ist Mindful Masturbation?

Dabei handelt es sich um eine intime und transformierende Praktik. Du bewegst Du wie Du es mit einer anderen Person tätest, Du verführst, streichelst, massierst und liebkost Dich selbst. Mindful Masturbation beinhaltet kein Yoga oder Meditation, aber es fördert die Praktiken des bewussten Atmens, der Bewegung, des Klangs, der Berührung, der Fokussierung und der Achtsamkeit. All das kann in die sexuelle Praxis integriert werden. Es geht nicht darum, wie beweglich Du bist und wie viele Orgasmen Du hast.

Mindful Masturbation ist nicht zielorientiert. Die Absicht ist, sich ohne Ziele oder Außenreize mit seiner Lust zu verbinden, den Körper zu erforschen, ganz ohne Druck und Stress.

Und wie kann ich es nun praktizieren?

Hier kommt ein Beispiel, wie Mindful Masturbation aussehen kann:

  • Die Struktur der Session: Jede Übung beinhaltet eine klare Anfangs- und Endzeit (es kann helfen, einen Timer einzustellen). Sie hat eine eher lockere Sitzungsstruktur und erfordert den Einsatz von bewussten Atemmustern, Selbstberührung, Bewegung und Geräuschen (Seufzen, Stöhnen oder Lachen).
  • Glückfördernde Atemarbeit: Leg zwei Finger auf Deine Kehle, atme ein und  tief durch die Nase aus. Verenge den hinteren Teil Deines Halses, wodurch ein rauschendes Flüstergeräusch entsteht.
  • Setze Deinen Beckenboden ein: Fasse beim Ausatmen Deinen Beckenboden an, während des Einatmens, entspanne ihn.
  • Das Becken neigt sich: Kippe beim Einatmen die Hüften nach vorne, beim Ausatmen lass die Hüften zurückfließen. Dies ist wie ein sanfter, langsamer Hüftschub.
  • Die Hüfte kreisen: Beim Einatmen kreise die Hüfte nach vorne, beim Ausatmen lass  sie los und kreise sie zurück. Fang erst klein an klein an und arbeite Dich dann zu größeren Kreisen hoch.
  • Streichle Deinen Körper: Bewege Deine Hände über den ganzen Körper, das Gesicht, durch die Haare und aktiviere jeden Zentimeter mit leichten Berührungen. Mit diesen grundlegenden Übungen beginne, Dich zu bewegen, Töne zu atmen und Dich selbst zu berühren.
  • Spielen erlaubt: Du kannst achtsame Masturbation auch mit anderen Menschen, sinnlicher Musik oder Sextoys üben. Probiere Yoga mit Nova 2 aus.
  • Integrieren: Stelle sicher, dass Du die Erfahrung mindestens 30 Sekunden nach Deiner Sitzung mit einbaust. Dies könnte einfach ein ruhiger Moment für die letzten paar Minuten jeder Sitzung sein.

Und wer weiß, vielleicht wird das ja irgendwann mal zum Teil Deiner täglichen Routine.

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Autor

With training in direct experiential learning, Georgia applies a client-centred approach to educate and support people to become more aware of their bodies, sex and sexuality. Georgia is certified in somatic sexology, sex education and coaching, and embodied counselling. As well as working with clients in session, Georgia facilitates workshops, is a media commentator, works in sex-tech, is developing a sex & relationship app powered by AI, and travels Australia-wide presenting to students, health professionals and educators on how to have useful, safe and intentional conversations about sex. Georgia is the Australian Ambassador for We-Vibe, an innovative company that designs and manufactures world-leading couples and solo vibrators.