Liebe Venus Libido, bitte beende für uns einmal diesen Satz: Sexuelles Wohlbefinden bedeutet für mich…
…sich um sich selbst und die eigenen Bedürfnisse zu kümmern. Es geht darum, Deinen Körper zu lieben und sicherzustellen, dass sich Dein geistiges und körperliches Selbst gut versorgt fühlt. Sich sicher zu sein, dass das Berühren des eigenen Körpers in keiner Weise eine schändliche Tat ist, ist etwas, von dem ich wünschte, dass jemand mir vor vielen Jahren gesagt hätte, dass es ihm gut geht.
Was ist Deine Mission: Für die Show “Private Parts” aber auch für Deinen Podcast, Deine Arbeit als Illustratorin und Deine Arbeit?
Meine Mission mit “Private Parts” ist es, etwas Lustiges und Aufschlussreiches rund um “Tabuthemen” zu schaffen. Als erwachsene Frau fühlte ich mich lange nicht zuversichtlich oder sicher in Bezug auf meine Sexualität. Ich war nicht befreit. Ziel bei all meinen Arbeiten ist es, andere Menschen, aber insbesondere die jüngere Generation, dazu zu ermutigen, sich zuversichtlich und sicher über ihre eigenen Entscheidungen im Leben fühlen: sei es die sexuelle Orientierung, psychische Gesundheit, aber auch Themen wie Masturbation und Körperbewusstsein.
Wie entstand die Idee zu “Private Parts”?
Die Idee schwebt seit etwa einem Jahr in meinem Kopf herum. Ich erkannte: es gibt zwar viele Chat und Talk Shows im Netz – aber keine lustige und zugleich bildende und inklusive Sex-Chat-Show mit Leuten, von denen ich als Zuschauer*in etwas lernen kann. Genau das will ich nun mit “Private Parts” erschaffen.
Was ist der beste Rat, den Du je bekommen hast?
“Du bist stärker, als du denkst”. Meine gute Freundin Natalie Byrne sagt genau das immer zu mir und es hebt stets meine Stimmung.
Welche Frau inspiriert Dich?
Ich glaube nicht, dass ich nur eine auswählen kann, weil so viele verschiedene Frauen mich auf so viele verschiedene Arten inspirieren. Allerdings: Ganz oben auf der Liste steht meine Mutter. Sie hat mich gelehrt, mutig und unabhängig zu sein und immer meine Dämonen zu bekämpfen. Wenn man einer Frau zusieht, wie sie drei kleine Kinder großzieht und und einen behinderten Mann betreut, lernt man, dass es keine Zeit zum Hinsetzen gibt.
Wie verwöhnst Du Dich selbst, wenn Du etwas “Me-Time” mit Dir selbst verbringst?
Ich neige dazu, meine Toys herauszuholen – jetzt, da ich eine ziemlich beeindruckende Sammlung habe. Und dann habe ich einfach eine gute Zeit. Leider kommt es derzeit nicht so oft zur “Me-Time”, wie ich es mir wünsche, da ich wieder bei meinen Eltern wohne. Ich genieße es wirklich, einfach allein zu sein, etwas Wein zu trinken, Käsepasta zu essen und einfach meine Lieblingssendungen zu schauen.