Die Zahlen legen nahe, dass Lieblingsstellungen ein Indikator für sexuelle Selbstbestimmung sein können: Von den Frauen ohne Lieblingsstellung gaben fast 40 % an, beim Sex mit Partner*in selten oder nie zum Orgasmus zu kommen.
Folgende Situation in einer Beziehung: Einer will beim Sex etwas ausprobieren, der andere hat darauf absolut keine Lust. Und nun? Nun ist Kompromissbereitschaft gefragt! Wie das aussehen könnte, verrät uns Anna (37). Sie hat da nämlich eine ganz spezielle Fantasie, die ihren Partner dummerweise so gar nicht anmacht…
Ein Dreier – der Traum vieler Menschen auf dieser Welt? Mag sein. Denn In Deutschland träumt fast jede dritte Person von einem Dreier, wie eine Studie von We-Vibe, dem führenden Hersteller von Paarvibratoren zeigt.
Nur mein Mann ist anders. Der will keinen Dreier. Schade, denn ich selbst hätte große Lust, das Mysterium „Flotter Dreier“ endlich mal auszuprobieren. Da ich meinen Liebsten ja schlecht zu seinem Glück zwingen kann, ist hier ein wirklich guter Kompromiss gefragt.
Mann oder Frau?
Ich für meinen Teil halte mich diesbezüglich für sehr kompromissbereit, denn ich bin absolut nicht darauf festgelegt, ob sich mit meinem Partner und mir eine weitere Frau oder ein Mann vergnügen sollte. Ich finde, beides hat seinen Reiz. Sex mit einer Frau finde ich generell eine prickelnde Vorstellung, einfach, weil ich es noch nie ausprobiert habe. Aber auch gegen einen zweiten Mann, der mich beim Sex verwöhnt, hätte ich nichts einzuwenden. Auf diese Konstellation fahren Umfragen zufolge allerdings weniger heterosexuelle Männer ab als auf die Version mit dem weiblichen Überschuss. Das aber nur am Rande, denn in meinem Fall spielt das keine Rolle, denn mein Freund will neben mir weder Männlein noch Weiblein mit im Bett haben. Und klar, es gibt Gründe, die gegen einen Dreier sprechen können…
Mögliche Vorbehalte gegen einen Dreier
Das Hauptargument gegen Sex zu dritt ist natürlich die gute alte Eifersucht. Seine bessere Hälfte beim Sex plötzlich mit jemandem zu teilen und plötzlich Zuschauer bei einem Sexfilm zu sein, in dem der/die eigene Partner*in die Hauptrolle spielt, das alles darf nicht unterschätzt werden. Selbst ich, die sich einen Dreier wirklich vorstellen kann, kriege ein bisschen Magengrummeln bei der Vorstellung, dass eine andere Person meinen Freund küsst, ihn streichelt, mit ihm schläft. Für meinen Freund ist der Gedanke daran so unerträglich, dass er die Mission Sex zu dritt von vornherein ablehnt.
Ein weiterer möglicher Stolperstein beim Dreier ist, dass man Gefahr läuft, sich mit der dritten Person im Bunde zu vergleichen.
Würde ich Sex mit meinem Freund und einer Frau haben, würde ich bestimmt auch darauf achten, ob ihre Figur nicht einen Tick knackiger ist als meine und ob ihre Oralsex-Skills nicht irgendwie besser sind. Sprich: Wer sich mit dem Partner auf dieses Abenteuer einlässt, sollte vorher in sich hineinhören, und sich – und dem Partner – ehrlich beantworten, ob man die Sache mit der Eifersucht und der vielleicht aufkommenden Unsicherheit in den Griff bekommt. Soweit die Theorie, in der Praxis sieht es bei mir leider so aus: Mein Freund lehnt eine dritte Person in unserem Bett strikt ab, ich möchte diese Sex-Fantasie aber nicht komplett ad acta legen. Und nun?