Wer die öffentliche Gender-Diskussion mitverfolgt merkt schnell, dass es sich um eine komplexe Problematik handelt, die ganz unterschiedliche Perspektiven hervorbringt. Das Problem ist ein globales. Unsere Autorin findet, dass das Thema noch lange nicht geklärt ist.
Die meisten Männer haben gelegentlich Erektionsprobleme. Einige haben jedoch eine so genannte erektile Dysfunktion, was bedeutet, dass sie Schwierigkeiten haben, eine Erektion zu bekommen bzw. aufrechtzuerhalten, die für den Geschlechtsverkehr ausreichend ist. Was dann genau zu tun ist, wissen wir.
Die wichtigste Info vorab: Fast alle Männer können unter gewissen Umständen, sei es durch psychischen Druck, Medikamenteneinnahme, Stress etc. durchaus Probleme haben, eine Erektion zu bekommen. Gerade wenn hin und wieder die morgendliche Erektion ausbleibt, braucht man sich keine Sorgen machen. In solchen Fällen ist dies aber normal und nicht krankhaft.
Von einer “Erektilen Dysfunktion” (ED) kann die Rede sein, wenn Du
- nie in der Lage bist, eine Erektion zu bekommen,
- seit mehr als 6 Monaten unter dem Ausbleiben der Erektion leidest,
- vorübergehend eine Erektion hast, die aber nicht lange genug anhält, um Geschlechtsverkehr zu haben
Wenn Du vermutest, von einer ED betroffen zu sein, solltest Du das von einem Arzt abklären lassen. Der kann dann den Grad Deiner Erektionsstörung bemessen und entsprechend behandeln.
Wann ist eine Behandlung der Erektilen Dysfunktion wirklich notwendig?
Wer an einer Erektionsstörung leidet, mag vielleicht annehmen, dass eine Testosteronbehandlung helfen würde. Testosteron ist ein männliches Geschlechtshormon. Ab dem Erreichen des 50. Lebensjahres nimmt der Testosteronspiegel bei Männern in der Regel allmählich ab. Und so kann eine Erektile Dysfunktion häufiger auftreten. Sofern Du keine anderen Anzeichen und Symptome hast, die auf einen niedrigen Testosteronspiegel hindeuten, solltest Du Dir jedoch zweimal überlegen, ops das die richtige Behandlungsmethode für Dich ist.
Denn: Die Testosteronbehandlung verbessert die Erektion bei Männern mit normalem Testosteronspiegel nicht. Und dafür gibt es verschiedene Gründe.
1. Die Erektile Dysfunktion ist in der Regel mit anderen Ursachen verbunden
Eine ED wird gewöhnlich durch eine Verminderung des Blutflusses zum Penis oder durch ein Problem mit den Nerven, die eine Erektion verursachen, verursacht. Diese sind meist die Folge anderer gesundheitlicher Probleme wie Arterienverkalkung, Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel oder Diabetes. Diese Krankheiten tragen zur Verengung der Blutgefäße bei und verringern die Blutversorgung des Penis oder schädigen die Nerven, die Erektionen verursachen.
Niedrige Testosteronspiegel können das sexuelle Verlangen stören, verursachen aber im Allgemeinen keine Erektionsstörungen bei Männern.
2. Die Testosteronbehandlung ist nicht sicher
Eine Testosteronbehandlung kann zu Flüssigkeitsansammlungen im Körper führen. Es kann auch Akne und eine Vergrößerung der Prostata und der Brüste verursachen. Andere Nebenwirkungen sind verminderte Fruchtbarkeit, erhöhte Anzahl roter Blutkörperchen, die Herzkrankheiten verursachen können, erhöhte Symptome von Schlafapnoe und ein erhöhtes Risiko, dass sich ein bereits bestehender Prostatakrebs schneller entwickelt.
Zudem sollten Kontaktpersonen es vermeiden, den Bereich auf der Haut eines Mannes zu berühren, auf den er testosteronhaltiges Gel aufgetragen hat, wenn die Haut exponiert ist und seit der Anwendung nicht gewaschen wurde. Das Gel kann durch Hautkontakt übertragen werden und Nebenwirkungen auslösen.