Was Frauen wirklich wollen! Eine Kampfschrift

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Von Sigmund Freud bis heute: Seit Jahrhunderten ist weibliche Sexualität eine Quelle vor allem männlicher Irritation. So grundlegend war und ist die Verwirrung über das, „was Frauen wollen“, dass Männer der Erkundung weiblichen Begehrens ganze Bibliotheken widmeten. Eine Kampfschrift, über das, was Frauen wirklich wollen! Oder auch nicht. Denn was wir wollen, ist eigentlich ganz simple – wenn auch nicht einfach. Es handelt sich um genau zwei Dinge, findet unsere Autorin Tina Molin.

Erstens: Frauen sind nicht schuld

Liebe Männer (und auch Frauen), vergesst endlich Adam und Eva und hört auf Frauen die Schuld an unkontrollierter männlicher Lust zu geben. Selbst im 21. Jahrhundert heißt es viel zu oft noch: Ihr Rock war so kurz, das heißt doch, sie wollte Sex mit mir! Oder: Ihr Ausschnitt war so tief, ihr Lächeln so aufreizend, ich konnte nicht anders! Ich musste sie nehmen!

Wenn es nicht so bitter wäre, könnte man fast Mitleid mit Männern bekommen. So schutzbedürftig und wehrlos, wie sie gegenüber den weiblichen Reizen sind. Religionshüter, Familienoberhäupter und auch Mütter, Tanten, Arbeitskolleginnen achten daher oft penibel darauf, dass Frauen die armen Kerle nicht überfordern. Frau sollen sich bedecken, verhüllen und keusch anziehen, damit der Schwanzträger nicht die Fassung und die Kontrolle über seinen besten Freund verliert.

Seine Nippel waren so spitz

Männer sind jedoch nicht das schwache Geschlecht, das beschützt werden muss. Was Frauen wirklich wollen, ist, dass Männer die Eigenverantwortung für ihre Lust übernehmen, anstelle diese dem weiblichen Geschlecht in die Schuhe zu schieben. Nicht wir sollen uns verhüllen, sondern ihr lernt eure Lust zu kontrollieren, denn das ist EURE Verantwortung!

Stellen wir uns das mal umgekehrt vor. Er war so sexy! Seine Hose so kurz! Die Nippel so spitz, ich sah sein Gemächt und hatte Lust, wollte mit ihm schlafen. Da habe ich ihn angesprochen. Frauen, die ihre Sexualität so frei leben, gelten schnell als „Hure“. Sie dürfen zwar Begehrlichkeiten wecken, aber keine haben. Passiv ist okay, aktiv nicht.

Zweitens: Frauen haben Lust

Eine aktive weibliche Lust wird der Frau oftmals abgesprochen. Sie gilt zwar als die schuldige Verführerin (s. Erstens), aber eine eigene, autarke Geilheit darf sie nicht haben. Wenn die Kollegin in ihrer Freizeit als Escort arbeitet und es herauskommt, verliert sie wahrscheinlich ihre Anstellung. Der Mitarbeiter, der sich als Callboy was dazu verdient, eher nicht.

Das Absprechen einer natürlichen Lüsternheit ist tief verankert in den Köpfen der Männer (und auch der Ladys). „Frauen haben einfach weniger Lust als Männer“, heißt es oft. Sex soll ihnen nicht so wichtig sein. Dass Frauen mit der Klitoris als Einzige ein Organ besitzen, dass nur dem Lustgewinn dient, wird dabei unterschlagen. Dass Frauen mit Klitoris, G-Punkt, A-Punkt, Zervix und Muttermund sogar eine superorgastische Region haben, gerne auch. Ich denke: Der Körper der Frau ist für Orgasmen designt! Wenn wir so wenige haben, liegt das also weniger an uns, als an unseren Liebhabern – und der Gesellschaft.

Was Frauen also wirklich wollen?

In Ruhe, und ohne Urteile ihr (Sex-)Leben leben. Auf der Straße, im Job oder im Supermarkt sein zu können, ohne dass jemand pfeift, starrt oder mit der Zunge schnalzt, weil wir einen Rock, High Heels und Lippenstift tragen. Hört auf uns auf unsere Fuckability zu reduzieren. Es ist eurer Job eure Lust im Zaum zu halten – nicht unserer.

Zum anderen gesteht Frauen ihre Lüsternheit zu. Zerreißt euch nicht das Maul über die Kollegin, Schwester oder Freundin, die als Escort arbeitet oder SM mag, die viele Liebhaber*innen hat, Tantra praktiziert oder polyamourös lebt. Why not? Sie lebt ihre Sexualität üppig und glücklich aus. Sie genießt ihr Geburtsrecht auf Orgasmen – und zwar so oft und soviel wie sie will. Das ist es, was Frauen wirklich wollen.


Autorin: the one and only Tina Molin

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