Valentinstag ist überbewertet: Feiert lieber den Tag der Selbstliebe

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Rosen, Pralinen und Candle Light-Dinner waren gestern. Die Liebe zum Liebsten lebt man schließlich und viel besser an jedem Tag. Unsere Autorin findet: Am Valentinstag sollte man lieber sich selbst feiern.

Ich liebe meinen Mann – auch weil er mir Valentinstag erspart. Seit elf Jahren sind wir nun ein Paar und noch nie gab es Rosen, Pralinen oder ein Candle Light Dinner am 14. Februar. Liebster, an dieser Stelle: Danke dafür! Stattdessen leben wir die Liebe jeden Tag und am V-Day heißt es dann „me first“!

Warum Valentinstag in meinem Kalender nicht mit einem roten Herzchen markiert ist?

  1. Weil Liebe keinen festen Tag braucht. Wenn das so wäre, würde ich mir ernsthaft Sorgen um meine Beziehung machen.
  2. Weil ich unsere Liebe jederzeit feiere. Weil ich es schätze, wenn ich für ein schönes Erlebnis, ein tiefes Gespräch oder einfach nur, weil ich toll bin, einen Blumenstrauß bekomme. Und umgekehrt: Weil ich ein neues Buch von Haruki Murakami im Schaufenster sehe und mitbringe. Jetzt! Und nicht am 14.2.
  3. Weil ich faul bin. Es reicht mir völlig, eine Überraschung für Geburtstag, Weihnachten und Hochzeitstag besorgen zu dürfen.
  4. Weil ich vergesslich bin. Ich merke mir gerade mal die Geburtstage meiner Herzensmenschen. Valentinstag, Nikolo und selbst Muttertag sind schon zu viel für mein gestresstes Hirn.
  5. Weil Valentinstag für Zoff bei meinen Freundinnen sorgt: „Er hat mir nichts geschenkt!“
  6. Weil Valentinstag für Genervtheit bei meinen Freunden sorgt: „Schon wieder in den Friedrichstadtpalast zu so einer langweiligen Show“.
  7. Weil Valentinstag fies ist und Singles ausschließt.

Valentinstag ist überbewertet: Lieber einen Liebestag in der Woche

Wir feiern unsere Liebe lieber jede Woche. Freitag ist Elternabend. Da gehen wir ins Kino, checken neue Restaurants oder gehen in Ausstellungen. Das kann mal WOW sein, mal ein Reinfall. Macht aber nichts, nächste Woche gibt’s die nächste Chance auf einen wundervollen Abend. Unsere Tochter genießt die Auszeit mit ihrer Babysitterin, die mit ihr Papierblumen bastelt. Endlich mal Ruhe von MamPa (wie sie uns nennt).

Der Sonntagabend ist unser Jour fixe der Zweisamkeit. Das Kopfkino vom stressigen Alltag ist dann runtergefahren und wir haben Raum für uns. Für küssen, fummeln und mehr. Aber vielleicht auch um bei Netflix eine interessante Doku über Tony Robbins, Osho oder einen Sternekoch zusammen zu genießen.

Einen Tag für die Selbstliebe

Warum also sich diesen Stress geben, all das in einen Tag zu pressen? Zu viel Druck, zu viel Erwartung und viel zu wenig Zeit!

Was also tun am V-Day? Ich habe einen besseren Vorschlag – auch für Singles! Einen Tag für die Selbstliebe. Das wäre gerade für uns Frauen dringend notwendig. Einen Tag, wo wir nur das tun, was wir lieben. Trampolin springen, Motorrad fahren oder eine Schallplatte aufnehmen. Träume, die keinen Sinn machen, nicht der Karriere dienen oder den Kindern nutzen, sondern uns ein dickes Lächeln ins Gesicht zaubern. Bäm!

Wir müssen nämlich dringend lernen, mehr für uns zu tun. „Me-Time“ etablieren. Der Valentinstag könnte dazu ein Startschuss sein. Beim „Me first V-Day“ würde ich erst mal ordentlich „Nein“ sagen. „Nein, ich mag nicht mit dir puzzeln“ oder „Nein, ich mag mir jetzt nicht deine Probleme anhören“. Ich würde ordentlich NEIN sagen, um Raum für JA zu schaffen. Ja, ich will tagsüber zwei Stunden in der Badewanne liegen und „The Fast and the Furious“ glotzen.

Ein Selbstliebetag an dem wir Frauen lernen, wie es sich anfühlt, wenn unsere Bedürfnisse an erster Stelle stehen. Vor den Kindern, dem Partner, dem Unternehmen, dem Hund oder den Eltern und Schwiegereltern. Wo wir uns fragen, was lieben wir eigentlich? Was wir gerne machen? Und was sich leicht anfühlt und uns strahlen lässt? Wenn es das Candle Light Dinner mit dem Liebsten ist, go for it! Aber wenn es abrocken mit der besten Freundin auf dem Doom-Metal-Konzert, dann wünsche ich: Happy me first Valentins Day!


Autorin: Tina Molin

© Photo by Nick Fewings on Unsplash

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