Tattoos für mehr Selbstliebe: Können Tattoos dabei helfen, sich selbst zu lieben?

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Die Tattoo-Nadel rattert so schnell und laut, wie mein Herz gerade schlägt – gefühlt zumindest. Während die Farbe langsam in meine Haut gestochen wird, um am Ende einen wunderschönen Zebrakopf zu ergeben, denke ich über den Sinn dieses Körperkultes nach – vielleicht auch, um mich von dem Schmerz abzulenken: Können Tattoos dabei helfen, sich selbst mehr zu lieben?

„Hast du Farbe unter der Haut – siehst du aus wie eine Rockerbraut“

Tattoos  – als permanente Veränderung auf der Haut – sind mittlerweile gesellschaftlich akzeptiert. Dennoch habe ich das Gefühl, dass tätowierten Frauen öfter ihre Weiblichkeit aberkannt wird. Frauen sollen sich wohl besser die Brüste machen oder die Lippen aufspritzen lassen, um ihr Aussehen zu verschönern. Die permanente Körperverzierung, als Ausdruck der Liebe und Akzeptanz der eigenen Person, ist emotionales Gewäsch – so die Meinung einiger Kritiker. Ich aber denke: Viele Frauen lassen sich Tattoos für mehr Selbstliebe stechen und das ist ein ganz wunderbarer Grund.

Der Körper als Leinwand

Das Leben hinterlässt oft Narben: Ein Unfall, ein lebensveränderndes Ereignis, oder einfach, der Sturz nach einem leichtsinnigen Sturz mit dem Skateboard als Teenager. Tattoos ermöglichen es, diese Spuren des Lebens zu betonen. So erscheint auf der Haut die Biografie, für andere sichtbar – fast wie eine Einladung nachzufragen, was es denn mit dem Bild oder der Schrift auf sich hat. Die tätowierte Person öffnet sich, gibt Informationen von sich Preis, die sie teilen möchte – wenn auch nicht direkt verbal. Besonders Menschen, die Schicksalsschläge erlebt haben, nutzen Tattoos als Mittel der Kommunikation und Verarbeitung. In der Hoffnung, das Erlebte als Teil des Lebens anerkennen zu können, und mehr Körperliebe mit den Tattoos zu erfahren.

Nicht vergessen: Alles wird gut!

Kürzlich hat sich eine Freundin von mir „ Alles ist gut“ auf ihren Unterarm tätowieren lassen. Sie leidet unter einer chronischen Krankheit, die ihr immer wieder starke Schmerzen bereitet. Wenn sie der Schmerz wieder packt, reibt sie sich ihren Arm und wiederholt mantra-artig „Alles ist gut“. Sie sagt, das helfe ihr dabei sich bewusst zum machen, dass der Schmerz vorbeigehen wird. In der Vergangenheit hielt sie ihren Körper für ihren Feind, weil der Schmerz manchmal unerträglich war. Mit den Tattoos verpflichtet sie sich zu mehr Selbstliebe und erinnert sich daran wie wertvoll ihr Körper ist – trotz der Krankheit.

Eine Bewegung : Der „Self Love Club“

Dass Tattoos und Selbstliebe zusammenhängen, beweist die australische Künstlerin Frances Cannon par excellence: Sie gründete den „Self Love Club“. Die Mitglieder dieses Zusammenschlusses haben sich allesamt der Selbstliebe verschrieben und tragen dies gut sichtbar als Tattoo auf ihrer Haut. Es gibt keine Regeln im eigentlichen Sinne. Respekt, Liebe, Versöhnlichkeit, Verständnis und der gute Umgang mit seinem Körper und der mentalen Gesundheit sind die Werte, die sich die Mitglieder auf die Fahne schreiben. Auf Instagram gibt es inzwischen mehrere Tausend Posts von Menschen, die sich dem „Self Love Club“ zugehörig fühlen.

Tattoos für mehr Selbstliebe, Ästhetik oder als Notizzettel

Neun Tattoos zieren mittlerweile meinen Körper. Manchen schreibe ich eine tiefere Bedeutung zu: Das Fabelwesen auf meinem Arm symbolisiert die Dualität der Dinge, Yin und Yang, männlich und weiblich. Andere habe für mich einfach nur ästhetischen Wert, wie die Zitronen. In jedem steckt dabei die Liebe, Akzeptanz und Wertschätzung, die ich meinem Körper entgegenbringe. Besonders an Tagen, an denen ich diese Werte weniger fühle, erinnern mich meine Tattoos daran mich meiner Selbstliebe zu widmen


Autorin: Konstanze Teschner

Photo by Kal Loftus on Unsplash

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