Interview mit der Erotik-Autorin Ingeborg Trampe

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Journalistin, Unternehmerin und vor allem Erotik-Autorin und bekennender Womanizer Fan: Ingeborg Trampe ist vielseitig. In Ihren Büchern sucht man vergeblich nach Blümchensex. Stattdessen schreibt sie über und für selbstbestimmte Frauen. Im Interview spricht Ingeborg Trampe über sexuelle Tabus und 50 Shades of Grey.

Ingeborg Trampe: Du bist ein echter Tausendsassa: Erklär uns doch mal, was Du alles so treibst.

Stimmt! Ich habe lange als Journalistin gearbeitet, bin dann auf Unternehmensseite gewechselt und bin seit neun Jahren selbstständig als PR-Beraterin. Mein Job ist es, für Kunden wie etwa die Biomarke followfood Strategien zu entwickeln, mit welchen Geschichten man sie in der Öffentlichkeit profilieren und bekannter machen kann.

Du betreibst den Erotik-Blog Suzette Oh: Was hat es damit auf sich?

Ich habe vor vielen Jahren – damals noch in Berlin – einfach aus einer Laune heraus, den Blog gestartet, weil ich auch noch was anderes schreiben wollte als Texte für meine Kunden. Zunächst war es ein Blog, der sehr allgemein das Verhältnis von Männer und Frauen mit einem Augenzwinkern beleuchtete. Irgendwann hat sich meine Fantasie verselbstständigt und Suzette wurde immer mehr eine literarische Figur, die eine Reihe erotische Abenteuer erlebte.

Du bist aber vor allem Buchautorin – und zwar eine nicht ganz Unbekannte: Wie kamst Du zum Schreiben über Erotik?

Mein Blog war der Grundstein für das erste Buch „Pussy Diary“.  Ich war meist vergeblich auf der Suche nach Erotikliteratur, die ich Lust hatte zu lesen. In Frankreich gibt es Alina Reyes, die sehr anregende Bücher schreibt. Aber bei uns gibt meist nur Liebesromane mit ein bisschen Blümchensex oder ein bisschen BDSM. Und weil ich so wenige Bücher gefunden habe, die mich ansprachen, habe ich einfach beschlossen, selbst welche zu schreiben.

Wovon handeln Deine Bücher?

Es sind explizite Erotikbücher für Erwachsene, durchaus pornographisch, aber aus Frauenperspektive und mit Humor geschrieben. Man könnte auch sagen,  meine Bücher sind die neue Generation von Erotikliteratur nach „50 Shades of Grey“. Das heißt, selbstbestimmte Frauen dürfen Sexabenteuer erleben, ohne sich verlieben oder binden zu müssen.

Was unterscheidet Deine Literatur von anderen Erotik-Romanen?

Ich wollte ein radikal neues Genre und Frauenbild für Erotik schaffen. Bislang steckt in Erotikromanen in der Regel ein bekanntes Muster: Frau trifft Bad Boy, verliebt sich und er zeigt ihr dann eine neue sexuelle Erfahrungswelt, in der sie sich meist unterwirft. Gähn! Meine Figuren sind unabhängige Frauen, die sich selbst die Welt erschließen und selbst definieren, was sie sexuell erleben wollen. Es sind Frauenfiguren jenseits der Klischées. Sie suchen keine Liebe, sondern wollen geile Erotik. Dabei scheren sie sich nicht um gesellschaftliche Konventionen.

Hast Du eine „ideale Leserin“?

Im Kopf habe ich moderne Frauen aus meinem eigenen Umkreis, unabhängig vom Alter, die eben keine verkappten Liebesgeschichten lesen wollen, sondern durchaus deftige Erotik, die aber gut geschrieben und mit Humor gewürzt. Es gibt aber auch männliche Fans, weil es eben wirklich zur Sache geht und die Frauenfiguren aufregend sind. Ich habe auch schon Mails von Pärchen bekommen, die die Bücher gemeinsam lesen und sich dadurch anregen lassen.

Mit welchen sexuellen Tabus sollten wir im öffentlichen Diskurs brechen? Wo wiederum findest Du, haben wir schon viel erreicht?

Das größte Tabu ist noch immer: Wenn Frauen sexuell aktiv sind und sich ausleben, werden sie als Schlampen gebrandmarkt. Männer hingegen sind tolle Hechte, wenn sie viel sexuelle Erfahrung sammeln. Die Angst von der Gesellschaft für das freie Ausleben von weiblicher Sexualität verurteilt zu werden, ist bei Frauen immer noch sehr groß. Ich halte ja Monogamie für eine große Lüge, die vor allem Frauen im Zaum halten soll. Außerdem nervt mich, dass zwar in Magazinen ständig über Sex geschrieben wird. Dabei geht es jedoch meist darum, was eine Frau tun muss, um ihn toll zu befriedigen. Nur dann gilt sie als tolle Liebhaberin. Ich glaube ja, eine Frau ist dann toll im Bett, wenn sie weiß, was ihr gut tut und loslassen kann, ohne dauernd daran zu denken, ob ihrem Liebhaber das jetzt gefällt. Da gibt es noch viel zu tun. Super finde ich, dass Sextoys mittlerweile akzeptiertes Spielzeug im Schlafzimmer sind und aus der Schmuddelecke rausgekommen sind. Davon profitieren Frauen auf jeden Fall.

Nutzt Du den Womanizer? Und wenn ja, welchen – und warum?

Klar nutze ich den Womanizer und kenne einige Modelle. So auch den Womanizer Premium. Ich leihe meine Modelle auch gerne an Freundinnen aus, die unsicher sind, ob das Toy etwas für sie wäre und sich sofort danach einen Womanizer zulegen. Insofern bin ich indirekt eine gute Verkäuferin für euch. Mein Favorit ist und bleibt der Womanizer Pro, weil er von der Form her optimal in der Hand liegt und ich so die Intensität optimal steuern und die Position schnell mal ändern kann.

Liebe Ingeborg Trampe, wir danken Dir für das Gespräch!

Das aktuelle Buch von Ingeborg „Secret Dreams – Hotel der Lust“ gibt’s bei Amazon.


© Foto: Sebastian Fuchs

Autorin: Friederike Hintze

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