Ich liebe Dirty Talk! Und es ist mir nicht peinlich!

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Warum ich auf Dirty Talk abfahre, auch wenn es manchmal ziemlich peinlich werden kann? Zunächst einmal – ja, ich bin wirklich gut darin versaute Sachen zu sagen. Und nein, ich bin dabei nicht immer hocherotisch. Und das ist gar nicht schlimm, ganz im Gegenteil. Denn Dirty Talk ist für mich viel mehr als versautes Sexting oder ein Vorspiel, um meinen Partner anzuheizen. Dirty Talk kann so viel mehr!

Dirty Talk ist nicht gleich Dirty Talk

Für mich gibt es insgesamt drei Arten von Dirty Talk:

  1. Dirty Talk, der Ice-Breaker. Auch wenn ich diesen Fehler sicherlich am Anfang meiner Sexkarriere gemacht habe – versaute Reden zu schwingen wie im Porno lässt einen in den seltensten Fällen lasziv erscheinen. Diese Erkenntnis kann man sich getrost zunutze machen: „Willst Du deinen Riesenaal nicht in meine glitschige Lustgrotte schieben?“ – und zack, hab ich ihn genau da wo ich ihn haben will! Ja, in meiner glitschigen Lustgrotte, aber gleichzeitig auch in einer entspannten, lustigen und offenen Atmosphäre im Bett. Und was gibt es schöneres, als beim Sex zusammen zu lachen?
  2. Dirty Talk statt Dirty Sex. Es mag erstmal unsexy klingen – aber ich bin im Bett ziemlich faul und bequem. Deshalb benutze ich Dirty Talk gerne, um meinen Sex aufzupeppen ohne gleich das Kamasutra durchspielen zu müssen. Und wenn ich damit erstmal loslege, kann sich selbst der fetischgeilste Lover keine verruchtere Sexstellung mehr vorstellen – und sei es nur ein Missionarsstellungsquickie. Funktioniert übrigens auch um Sexstellungen freundlich abzulehnen: Fragt er nach Analsex während Du heute mal nicht auf die vollständige Funktion deines Schließmuskels verzichten willst? Statt mit einer Ablehnung den Partner zu frustrieren, dreh ich den Spieß einfach um und mach ihm ein dreckiges Gegenangebot. Je expliziter dabei meine Wortwahl, desto überzeugender bin ich.
  3. Dirty Talk als Sex-Boost. Und da ist es doch noch – das Bettgeflüster, das man bei der Überschrift erwartet. Denn: es turnt mich wahnsinnig an, versaute Sachen im Bett zu sagen. Damit das auch meinem Sexpartner so geht, schalte ich einen oder auch drei Gänge zurück. Stattdessen konzentriere ich mich auf das Wesentliche: ich beschreibe, was mein Partner gerade macht („Dein Schwanz pulsiert gerade so geil“), formuliere meine persönliche Wunschliste („los, jetzt von hinten“) oder frage ihn, wie ich ihn glücklich machen kann („soll ich blasen, bis Du kommst?“). Natürlich in feinster Gossensprache. Tiernahmen und Verniedlichungen à la Prinzessin Sophia aus „Wie werde ich ihn los in 10 Tagen“ lasse ich besser stecken. Besonders gut funktioniert Dirty Talk zudem als Feedback („Jaaa, steck ihn da rein, fester!“) und erfüllt damit sogar noch einen weiteren Zweck: er verbessert mein Sexleben ungemein, da es mir mit ihm viel leichter fällt meine sexuellen Vorlieben zu teilen.

Dirty Talk – wie geht das denn nun?

Tut mir leid, ich kann leider nicht mit einem Sexting-Wörterbuch dienen. Die Grenzen von heiß zu unangenehm sind beim Dirty Talk absolut situationsbezogen und verlaufen bei jedem Menschen anders. Wie immer macht Übung den Meister, denn es ist noch kein Porno-Poet vom Himmel gefallen. Üben heißt auch auf die Schnauze zu fallen. Wenn Du auf versautes Geplänkel abfährst, lass Dich nach einer Blamage nicht entmutigen. Wenn Du das erste Mal Dirty Talk ausprobieren oder dein Sexting verbessern möchtest, kannst Du das erst einmal in einer safe-zone tun:

  • Schau Pornos! Sie zeigen in den meisten Fälle am besten, wie man es genau nicht machen sollte.
  • Geh zur Pornokaraoke! Es ist mindestens genau so lustig wie PowerPoint-Karaoke und man kann seinen Wortschatz um einige Schmankerl bereichern. Nimm am besten gleich das Objekt deiner Begierde mit, so tastet Ihr Euch schon langsam an eure Tabu-Grenze heran.
  • Wenn Du ungern anderen beim vögeln zusiehst, sieh Dir einfach selbst zu. Nirgends lernst Du so viel darüber, wie Du im Bett wirkst, wie beim Blick in den Spiegel oder einer Videoaufnahme beim eigenen Dirty Talk, Aber Vorsicht: löschen nicht vergessen!

Wer sich also langsam herantastet und kein Theaterstück daraus macht, der wird am Bettgeflüster viel Freude haben! Wie Du dabei auf Deine*n Partner*in wirkst, lässt sich über deinen Wortschatz und deine Attitüde steuern. „Versaut“ reimt sich aber nicht umsonst auf „vertraut“, denn: so sehr wir uns auch bemühen, manchmal ist Dirty Talk einfach weniger sexy als er sein soll. Und das kann man nur genießen, wenn man seinem Betthupferl auch wirklich vertrauen kann.  


Autorin: Lea Thin

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