Graphic Novel für Frauen über Frauen

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Ob Alltagsheldinnen, politische Kämpferinnen oder weibliche historische Berühmtheiten – es gibt unzählige inspirierende Frauen, die sich für Emanzipation – im Großen wie im Kleinen – einsetzen. Sie prägen unsere Gesellschaft, sind Vorbild und Antriebskraft. Wir haben Graphic Novels für Frauen gefunden, deren Thema eben das ist: Wunderbare Frauen!

Pénélope Bagieu: Unerschrocken. Fünfzehn Porträts außergewöhnlicher Frauen. Band 1+2

Pénélope Bagieu zeichnet in ihren Graphic Novels die Porträts von außergewöhnlichen Frauen. So wie der Titel der Bücher „Unerschrocken“ sind auch die Protagonistinnen furchtlos, mutig und willensstark. Die Lebensgeschichten von 30 Frauen werden in zwei Bänden skizziert. Auf manchmal nur wenigen Seiten bildet die Autorin das Wesen der einzelnen Frauen ab. Die leicht colorierten Zeichnungen werden durch kontextuierende  Beschreibungen ergänzt. Wenn die Charaktere selbst zu Wort kommen, dann mit kurzen humoristischen Aussagen. Jedes Kapitel schließt mit einer aufwendig gezeichneten Doppelseite und lädt damit zum verweilen und bewundern ein. Ob Astronautin, Gynäkologin, Kaiserin oder afghanische Rapperin – jedes Porträt ist für sich genommen so kunstvoll, wie inspirierend und nebenbei wird auch noch Geschichtswissen vermittelt. Ich freue mich auf weitere Bände „Unerschrocken“.

Kate Evans: Rosa. Die Graphik Novel über Rosa Luxemburg.

Die Revolutionärin Rosa Luxemburg steht, wie kaum eine zweite Frau, für Kämpfergeist und Idealismus. Die Graphic Novel beschreibt ihr Leben in einer fiktionalen Darstellung wahrer Begebenheiten. Beim Genuss dieser Graphic Novel wurde mir besonders bewusst wie außergewöhnlich mutig und waghalsig das Schaffen von Rosa Luxemburg war – zu einer Zeit in der politisches Engagement lebensgefährlich war. Als Grundlage der realistisch gezeichneten Schwarz-Weiß-Bilder dienten Originalfotoquellen. Gekürzte oder veränderte Zitate und Dialoge, sowie zeitliche Veränderungen sind im Anhang in Gänze nachzulesen. So ist dieses Werk eine wunderbare Verschmelzung aus Geschichtsbuch und Unterhaltungsmedium. Ich wünschte diese Graphic Novel hätte es bereits zu meiner Schulzeit gegeben.

Oliver Pont: 7 Frauen.

Diese Graphic Novel zeichnet auf berührende Weise Ausschnitte aus dem Leben von sieben Frauen nach, die den Mut aufbringen, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten – entgegen aller Widrigkeiten. Die Themen reichen von Mobbing, über politische Emanzipation bis hin zu Eheproblemen. Dabei ziehen die starken Charaktere der Protagonistinnen die Lesenden magisch in ihren Bann. Trotz der Kürze jedes Kapitels, erschafft der Autor einen dramaturgischen Spannungsbogen, wodurch jede Geschichte für sich eine starke Strahlkraft ausübt – inspirierend, motivierend und moralisch wertvoll.

Liv Strömquist: Der Ursprung der Liebe & der Ursprung der Welt.

Die schwedischen Autorin Liv Strömquist stellt in ihrer Graphic Novel die Vulva in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. Dabei skizziert sie die Kulturgeschichte des weiblichen Geschlechtsorganes in allen Facetten und mit allen Absurditäten. Kaum zu glauben, dass die Vulva lange nicht mal als Geschlechtsorgan angesehen wurde, sondern nur als Loch, dass vom Penis gefüllt werden muss. Die Zeichnungen sind oft roh und grob –aufgelockert durch naturalistische Abbildungen. Ich habe von dieser Graphic Novel sehr vielen lernen können und wurde zudem wahnsinnig gut unterhalten, denn Liv Strömquist zeichnet nicht nur eindrucksvoll, sondern schreibt zudem wortgewandt, bissig und pointiert.

Vero Cazot, Julie Rocheleau: Betty Boob.

Sie liegt schlafend in einem dunklen Raum, sie krabbeln langsam über sie: Krebse – einer nach dem anderen, bis sie vollkommen bedeckt ist und aus dem Albtraum aufschreckt. Die gemeinen Gliederfüßler stehen sinnbildlich für die Krankheit, von der die Protagonistin heimgesucht wurde: Brustkrebs. Mit bewegenden, überwiegend schwarzen und roten, Bildern wird die Geschichte einer Frau erzählt, die mit den gesellschaftlichen und psychischen Folgen der Krankheit kämpft. Die starken Illustrationen kommen fast ohne Kommentar oder Beschriftung aus. Eine schwarze Doppelseite, mit einer präzisen Bemerkung, bremst die sonst sehr rasante Storyline und gibt dem Lesenden kurz Luft, das Gesehene zu verarbeiten. Besonders beeindruckend an dieser Graphic Novel ist es, wie die Autorinnen es schaffen, die heimtückische Krankheit humoristisch abzubilden, ohne sie zu verharmlosen.


Autorin: Konstanze Teschner

Photo by Mariana Vusiatytska on Unsplash

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