Mein Neujahrsvorsatz: Mehr Sex!

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Wenn es um Neujahrsvorsätze geht, denken die meisten Menschen an häufigere Besuche im Fitnessstudio, endlich mehr zu lesen oder weniger Alkohol zu trinken. Und es ist unvermeidlich, dass nach ein paar Wochen all diese Bemühungen wieder in Vergessenheit geraten sind. 

Ich persönlich hatte noch nie einen Vorsatz an Silvester, an dem ich mehr als ein paar Wochen festgehalten habe. Wahrscheinlich wegen der langweiligen Natur meiner Vorsätze. Und vielleicht, weil ich nie mit ganzem Herzen dabei war. Meine Ausgabe von “Krieg und Frieden” müsste noch über die Einleitung hinaus gelesen werden, und ich kündigte meine Mitgliedschaft im Fitnessstudio, nachdem ich herausgefunden habe, dass es mir einen größeren Adrenalinschub bescherte, das Training ausfallen zu lassen, als wirklich auf den Stepper zu steigen.

Zeit für neue Vorsätze

Also mache ich dieses Jahr etwas radikales und verpflichte mich dazu, mehr davon zu tun, was ich wirklich genieße: Sex. Ich sollte hinzufügen, dass mein Entschluss, mehr Sex zu haben, sowohl den mit einem Partner beinhaltet als auch Solo-Sex, denn #masturbationistselbstliebe. Die Sache mit dem Sex: Er ist komplett kostenlos, setzt Endorphine frei, mindert Stress und ist unbestritten entspannter als ‘Krieg und Frieden” zu lesen. Warum behandeln wir ihn also wie der unwichtigste Punkt auf unser To-Do-Liste? Wie ein “Das mache ich später, wenn ich Zeit und Energie habe”-Ding?

Sex-Wellness

Sex-Wellness beinhaltet beides, physische und psychische Wellness und bisher haben wir Sex selten Priorität eingeräumt. Vielleicht weil gerade uns Frauen beigebracht wurde, Sex als eine Art Aufgabe zu sehen, die darin besteht, unseren Partnern alles zu geben – auch auf Kosten unseres eigenen Vergnügens – und Masturbation irgendwie als schmutzig und egoistisch zu sehen. Aber die Sache ist: Das zu glauben, kostet uns eine ganze Menge. Es kostet uns unser sexuelles Wohlbefinden und Selbstbewusstsein, es macht unser Leben kleiner und farbloser.

Dieses Jahr wird alles anders!

Ich werde oft gefragt, warum Sex eine derart große Leidenschaft von mir ist. Ich sage,das eigene sexuelle Wohlbefinden zu steigern hat nicht zwingend etwas mit häufigeren Orgasmen zu tun, sondern damit, seine Stimme zu stärken. Als ich mein sexuelles Empowerment erlangte und Kontrolle über die Priorisierung meines Rechts auf Vergnügen übernahm, wurde ich in jedem Bereich meines Lebens eine offenere und selbstbewusstere Person. Vom Verhandeln über eine Gehaltserhöhung im Job zum Kennenlernen neuer Freunde, mein Vergnügen an die erste Stelle zu setzen, hat mich gelehrt, mein Glück zu priorisieren.

Deshalb nehme ich mir dieses Silvester vor, mehr Sex zu haben. Nicht, weil es leichter ist, als sich im Fitnessstudio abzustrampeln ( und das ist es definitiv), sondern weil die Vorteile sämtliche Trainingseinheiten bei weitem übertreffen.

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Autor

Nadia Bokody ist eine sex-positive Journalistin aus Australien. Ihre persönliche Mission: Frauen in ihrer Sexualität und in Beziehungen zu empowern. Nadia ist Kolumnistin für HuffPost, Mamamia, The Sun, The Washington Post und viele weitere Publikationen. Zudem betreibt sie einen eigenen sex-ed YouTube Kanal mit über 110.000 Abonnent*innen. Wenn Gigi nicht gerade über Sex oder Toys spricht oder schreibt, betreibt sie die globale Frauen Website SHESAID.com.