Happy Singles-Day! Darum bin ich solo und glücklich

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An die 17 Millionen Singles gibt es aktuell in Deutschland – wenn man Umfragen Glauben schenken darf. 17 Millionen – nicht zwingend etwas vermissen. Eine von ihnen ist unsere Autorin Julia Heyne, hier erzählt sie, welche Vorteile das Singledasein hat und wann es nervt.

„Was ist nur mit den Männern los?“ – diese Frage höre ich ständig. Keine Ahnung, was mit den Männern los ist. In meinem Leben tummeln sie sich nicht. Zumindest nicht im amourösen Kontext und das schon eine ganze Weile nicht mehr. Und was soll ich sagen? Ich finde das gar nicht übel. Mehr noch: Ich feiere stolz und glücklich den Internationalen Singles‘-Day zu feiern. Mein Leben ist nämlich durchaus das, was man erfüllt nennt. Ein spannender Job, tolle Freunde, aufregende Reisen und eine coole Familie lassen wenig Raum dafür, etwas vermissen zu müssen. Kurz: Ich bin glücklich ohne Partner.

Natürlich finde ich die Vorstellung toll, meine große Liebe zu treffen und mit ihr das ganze Programm – gemeinsame Wohnung, Hund, Kind, zusammen Altwerden – durchzuziehen. Bis mir diese aber über den Weg läuft, genieße ich es, Single zu sein und feiere alle Vorteile. Und lasst Euch gesagt sein: Da gibt es einige… 

Vorteile, Single zu sein

Uff, wo fange ich an? Am besten beim für mich größten Benefit des Solistenlebens: Ich schlafe alleine. In einem herrlich großen Bett, bei der in meinen Augen idealen Zimmertemperatur und ich höre…nichts. Niemand schnarcht, klaut mir eine meiner (!) beiden Decken oder gar mein Seitenschläferkissen. Natürlich habe ich nichts gegen gelegentlichen Besuch im Bett einzuwenden, aber ich schlafe nun mal am besten alleine. Apropos alleine: Ich wohne auch ziemlich gerne alleine. Meine Bude ist mir wichtig. Ich möchte sie so stylen, wie es mir gefällt und ich möchte wirklich hinter niemandem herräumen. Gut. Natürlich kann man auch als Paar getrennt wohnen, aber in den meisten Beziehungen kommt früher oder später die Frage nach einem gemeinsamen Liebesnest auf. Und dann dem Partner zu sagen: Nö danke, ich will dich nicht in meiner Wohnung haben”, dürfte nicht unbedingt auf Gegenliebe stoßen.  

Ein weiterer Vorteil des Singlelebens ist, dass man komplett der Kapitän seines eigenen Lebens sein kann. Sprich: Ich entscheide, was ich unternehmen möchte, wohin ich reisen möchte. Und wie oft ich mir die Beine rasiere, ist auch ganz alleine meine Entscheidung. Singles werden ja von Paaren oft bemitleidet, was das Sexleben angeht. Völlig unnötig, wie ich finde: Denn erstens kann ich als Single durchaus regelmäßig Sex haben, auch wenn der Aufwand dafür größer ist als einfach den eigenen Partner ins Schlafzimmer zu ziehen. Außerdem gibt es heute wirklich tolle Sextoys, die mir jederzeit ganz unkompliziert einen Orgasmus bescheren. Also, liebe Paare, entspannt Euch, nur weil man solo ist, lebt man noch lange nicht wie im Kloster. 

Happy Singles-Day!

Am 11.11. Ist Internationaler Singles-Day, an dem nicht nur das Singlesein gefeiert wird, sondern auch die Diversität von Lebensstilen. Der Tag wurde in den 1990er Jahren in China als Gegenkonzept zum Valentinstag ins Leben gerufen. Ich finde, das sollte man feiern, am besten frei nach dem Motto: Nur wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben”- und zwar sowohl das eigene Ich als auch den eigenen Körper. Solo-Sex ist nicht nur gut dafür, seinen eigenen Körper kennenzulernen, er ist auch ein guter Schlüssel zu mehr Selbstliebe, sondern macht auch richtig Spaß. Und mit dem passenden Toy fühlt man sich auch gleich nicht mehr so alleine…

Also, Cheers an alle, die glücklich ohne Partner sind!

Zwei kleine Toy-Empfehlungen von mir…

Ok, manchmal nervt es auch…

Vorteile des Singlelebens hin, Singles-Day her, gibt es natürlich Situationen, in denen ich mir einen Partner an meiner Seite wünsche. Wenn ich auf eine Hochzeit eingeladen werde, beispielsweise. Dieses Rumsitzen am Single-Tisch und die mitleidigen Blicke der Paare können einen schwer nerven. Und ich muss gestehen: Handelt es sich um eine schöne Hochzeit, dann kriege ich doch ein bisschen Sehnsucht nach meinem Mr. Right … Weitere Situationen sind: Wenn ich irgendetwas Handwerkliches tun soll, wenn mich meine Eltern fragen, warum ich denn bitte immer noch Single bin und wie es denn mit Enkelkindern so aussieht und wenn Herbst ist (die in meinen Augen romantischste Jahreszeit). Mein Fazit: Ich finde, in der Liebe hat Schwarz-oder-Weiß-Denken nichts verloren. In manchen Situationen ist es schön, Single zu sein, in anderen nervt es. Und eines sollten wir nie vergessen: Verliebt zu sein und sein Leben mit jemandem zu teilen, ist eine ziemlich schöne Sache…

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Autor

Vor einigen Jahren zog Julia nach Berlin. Nicht der Liebe wegen. Aber um sich tagtäglich mit der Liebe zu beschäftigen. Sie leitete sieben Jahre das Erotik-Ressort bei BILD.de und weil das noch nicht genug an Liebe, Lust und Leidenschaft war, schrieb sie 2016 ein Buch über das Online-Dating. Heute hat sie dem Online-Dating zwar abgeschworen, schreibt aber für O*Diaries weiterhin über die schönste Nebensache der Welt. Zum Ausgleich beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit mit unromantischen Dingen wie Bergsteigen, Lesen und dem Ghostwriting für verschiedene Buchprojekte.